Verständnis der GFSI-Anforderungen an Lagerung, Transport und Rückverfolgbarkeit von Druckfarben in der Lebensmittelverpackungsproduktion
In dieser Ausgabe unserer GFSI-Blogserie richten wir den Fokus auf die Lagerhaltung und Aufbewahrung von Druckfarben. Sichere Lagerung ist ein entscheidendes Glied in der Lieferkette für Lebensmittelverpackungen: Sie hilft, Kontamination zu verhindern, die Materialintegrität zu erhalten und die Einhaltung von Lebensmittelsicherheitsstandards sicherzustellen – insbesondere beim Umgang mit flüchtigen Stoffen wie Basisfarben, Lösungsmitteln und wiederaufbereiteten Materialien. Doch wie interpretieren die wichtigsten Managementsysteme für Lebensmittelsicherheit diese Anforderungen?
Dieser Blog fasst die gemeinsamen Grundsätze zur Lagerhaltung und zum Transport aus BRCGS, SQF und FSSC 22000 aus Sicht der Druckfarbenlogistik zusammen. Zudem erläutern wir, wie die Softwaretools von GSE die Compliance unterstützen – von der Wareneingangsbuchung über die Haltbarkeitskontrolle bis hin zu Rückverfolgbarkeit und Gefahrstoffkennzeichnung.
Lageranforderungen in den drei Managementsystemen für Lebensmittelsicherheit
Die Kriterien für die Lagerung von Druckfarben und die Lagerhaltung finden sich in:
Abschnitt 5.9 des BRC Global Standard (BRCGS) für Verpackungsmaterialien
Abschnitt 2.14 von FSSC 22000 (Food Safety System Certification)
Abschnitt 13.6 von Safe Quality Food (SQF)
Nachfolgend eine Zusammenfassung der Lager- und Transportanforderungen aus Sicht der Druckfarbenlogistik, basierend auf gemeinsamen Prinzipien dieser drei Systeme.
Produktintegrität: Schutz von Druckfarben, Rohstoffen und Verpackungen
Es muss sichergestellt sein, dass Rohstoffe, Druckfarben, Druckchemikalien und fertige Verpackungen jederzeit unter sicheren und kontrollierten Bedingungen gelagert werden. Dazu gehören:
Trennung inkompatibler Materialien (z. B. Gefahrstoffe, Allergene, Recycling- und Neumaterialien).
Schutz vor Kontamination (physisch, mikrobiologisch oder allergen), Beschädigung, Gerüchen und Beeinträchtigungen – durch geschlossene Verpackungen, physische Barrieren und saubere Umgebungen.
Lagerung nicht direkt auf dem Boden und mit Abstand zu Wänden, um Schädlingsbefall und Feuchtigkeitsschäden zu vermeiden.
Verwendung ausgewiesener Bereiche für unterschiedliche Materialarten (z. B. Rückwaren, unfertige Erzeugnisse, Reinigungsmittel).
Gefahrstoffe: sicherer Umgang mit Druckfarben und Chemikalien
Druckfarben und Lösungsmittel im Druckprozess sind häufig als Gefahrstoffe eingestuft und müssen:
Korrekt gekennzeichnet sein und ausschließlich gemäß den Herstelleranweisungen verwendet werden.
In kontrollierten, belüfteten und abschließbaren Bereichen gelagert werden, klar gekennzeichnet und von Lebensmittelkontaktzonen getrennt.
Mit aktuellen Sicherheitsdatenblättern (SDB) erfasst und über ein dokumentiertes Inventar verwaltet werden.
Nur von geschultem Personal mit geeigneter persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und Zugang zu Erste-Hilfe-Einrichtungen gehandhabt werden.
Ordnungsgemäß entsorgt werden, ohne Wiederverwendung von Einweggebinden und ohne Vermischung mit lebensmitteltauglichen Materialien.
Transport und Verladung: sauber, geeignet und gesichert
Unabhängig davon, ob Druckfarben oder bedruckte Verpackungen ein- oder ausgehen:
Fahrzeuge müssen sauber, geruchsfrei, gewartet und vor Einsatz geprüft sein.
Für ausgehende Lieferungen sind Siegel und Manipulationssicherungen erforderlich, um Rückverfolgbarkeit und Integrität zu gewährleisten.
Während Be- und Entladung müssen Verfahren zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen umgesetzt werden.
Temperatur- oder Feuchtigkeitskontrollen sind – sofern relevant – einzuhalten, um die Stabilität der Druckfarben und die Eigenschaften der Verpackungen zu bewahren.
Rückverfolgbarkeit, FIFO und Lagerrotation
Teams in der Druckfarbenlogistik müssen:
FIFO- (First In First Out) oder FEFO-Systeme (First Expired First Out) implementieren, um die Einhaltung der Haltbarkeit sicherzustellen.
Alle Lagereinheiten klar mit Chargennummern, Inhalt sowie Verfalls- oder Mindesthaltbarkeitsdaten kennzeichnen.
Materialien – einschließlich Druckfarben und Additive – über die gesamte Produktionskette hinweg rückverfolgbar halten, insbesondere bei Wiederverwendung von Rückläuferfarben.
Für ausreichenden Lagerumschlag sorgen, um Kontamination, Alterung oder die Verwendung abgelaufener Materialien zu vermeiden.
GSE-Software zur Einhaltung der Anforderungen an die Druckfarbenlagerung
Das Advanced-Logistics-Softwaremodul von GSE unterstützt Verpackungsdrucker bei der Organisation von Lagerung und Warehousing im Einklang mit GFSI-konformen Praktiken.
Beim Buchen angelieferter Druckfarben wird jedes Fass einzeln mit wichtigen Daten wie Chargencode, Gewicht, Produktions- und Verfallsdatum sowie Lagerort erfasst. Die Software vergibt eine eindeutige Inventarnummer und erzeugt ein Barcode-Etikett zur Identifikation und Rückverfolgbarkeit.
Dieser Prozess wird ausführlich in unserem früheren Blog beschrieben: How to keep ink inventories for spot colours at optimum levels.
Mit GSE Traceability können Sie die Haltbarkeit neuer Gebinde mit Basiskomponenten in der Datenbank erfassen, optional durch Scannen des Etiketts.
Unsere Softwaremodule unterstützen das Haltbarkeitsmanagement, indem Verfallsdaten auf zentralen Bildschirmen wie Maschinenbestand, Lager, Rückläuferfarben und Dosierhistorie angezeigt werden. Abgelaufene Druckfarben werden orange hervorgehoben, und Funktionen wie Sortieren und Filtern helfen sicherzustellen, dass Farben rechtzeitig verwendet werden (FEFO). Mehr dazu in unserem früheren Blog: From container to colour: managing ink expiry for high-quality results.
Zur Unterstützung von Sicherheit und Compliance druckt die GSE-Software für Gefahrstoffkennzeichnung GHS-Symbole auf Etiketten für Sonderfarben. Während Basisfarben diese Warnhinweise in der Regel bereits tragen, muss auch die Endmischung alle kombinierten Gefahren ausweisen – für eine eindeutige Kennzeichnung und einen sicheren Umgang im gesamten Workflow und bei der Lagerung.
Organisierte Lagerung ist regelkonforme Lagerung
Die sichere Lagerung und der sichere Transport von Druckfarben sind mehr als nur bewährte Praxis – sie sind eine regulatorische Anforderung für Verpackungsdrucker, die für die Lebensmittelindustrie produzieren. Mit den detaillierten Vorgaben der von der GFSI anerkannten Systeme müssen Prozesse in der Druckfarbenlogistik strukturiert, dokumentiert und rückverfolgbar sein. Mit den richtigen Werkzeugen und Systemen wird Compliance jedoch zu einem selbstverständlichen Bestandteil des täglichen Betriebs.
Weiterführende Artikel auf dem InkConnection-Blog
How to manage stocks for spot colours in packaging printing
Managing ink waste: meeting GFSI standards for safe disposal
Logging ink consumption and exchanging barrels at the dispenser
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