Fortsetzung unserer Blogreihe zu tintenbezogenen Lebensmittelsicherheitsstandards
In diesem Blog behandeln wir den ersten Standard: Gefahrenanalyse und Risikomanagement. Wo relevant, fügen wir Hyperlinks zu Webseiten ein und empfehlen weiterführende Artikel auf unserem InkConnection-Blog.
Gefahrenbezogene Anforderungen in den drei Lebensmittelsicherheits-Managementsystemen
Die Kriterien zur Gefahrenanalyse und zum Risikomanagement finden sich in:
- Abschnitt 2.2 des BRC Global Standard (BRCGS) für Verpackungsmaterialien;
- Abschnitte 1.11 und 1.12 der FSSC 22000 (Food Safety System Certification);
- Abschnitt 2.4 von Safe Quality Food (SQF).
Obwohl die einzelnen Standards unterschiedliche Formulierungen verwenden, sind die Anforderungen sehr ähnlich.
Wie ein Sicherheitsplan erstellt wird
Zunächst muss das Unternehmen einen Sicherheitsplan erstellen und die vorbereitenden Schritte der Gefahrenanalyse einleiten. Dazu gehören:
- Die Bildung eines multidisziplinären Teams.
- Die Entwicklung eines Lebensmittelsicherheitsplans, der umgesetzt und aufrechterhalten wird, um die Produktsicherheit innerhalb des Zertifizierungsumfangs zu gewährleisten. Dabei sind relevante Verhaltenskodizes oder anerkannte Leitlinien zu berücksichtigen. FSSC 22000 und SQF verlangen die Einhaltung der HACCP-Grundsätze (Hazard Analysis and Critical Control Points).
- Die detaillierte Beschreibung der Produkte, einschließlich ihrer Zusammensetzung (z. B. Rohstoffe, Druckfarben, Lacke, Beschichtungen und andere Druckchemikalien) sowie die Angabe der Herkunft der Rohstoffe, einschließlich recycelter Materialien.
- Die Darstellung aller Produktionsschritte in einem Prozessflussdiagramm – vom Wareneingang über Herstellung und Lagerung bis zum Versand an den Kunden. Dies umfasst auch den Empfang und die Vorbereitung von Rohstoffen wie Additiven, Druckfarben und Klebstoffen sowie die Verwendung von Rework-Materialien.
Gefahrenanalyse und Kontrollmaßnahmen
Das Team muss alle potenziellen Gefahren für die Lebensmittelsicherheit in jedem Prozessschritt identifizieren und dokumentieren, einschließlich solcher im Zusammenhang mit Rohstoffen (z. B. Druckfarben). Risiken können mikrobiologische Gefahren, chemische Kontaminationen oder die unbeabsichtigte Migration von Stoffen aus Verpackungsmaterialien in Lebensmittel sein. Es müssen geeignete Kontrollmaßnahmen eingeführt werden, um diese Risiken auf ein akzeptables Niveau zu reduzieren.
Low-Migration-Druckfarben und Farbdosierung
Farbenhersteller haben Low-Migration-Druckfarben entwickelt, um die Übertragung von Farbbestandteilen von der bedruckten Oberfläche auf den Verpackungsinhalt zu minimieren.
Das Pumpen und Dosieren von Low-Migration-Druckfarben kann aufgrund ihrer spezifischen Formulierung anspruchsvoll sein. Die in Pumpen und Dosieranlagen verwendeten Materialien müssen mit der chemischen Zusammensetzung dieser Farben kompatibel sein. Einige Bestandteile können aggressiver oder reaktiver sein und erfordern daher besonders widerstandsfähige oder chemisch beständige Materialien im Dosier- und Pumpsystem.
„Ventile sind speziell für eine problemlose Dosierung von Low-Migration-Druckfarben entwickelt“
GSE-Lösungen zur Erfüllung gefahrenspezifischer Anforderungen
GSE bietet eine Reihe von Lösungen zur Erfüllung gefahrenspezifischer Anforderungen – einschließlich Software, Anlagen und Services, die auf die genannten Sicherheitsstandards abgestimmt sind.
Unsere Software professionalisiert das Management von Produktzusammensetzungen und Prozessabläufen. Kernfunktionen unserer GSE Ink manager Software sind eine umfassende Datenbank mit detaillierter Zusammensetzung jeder individuellen Farbrezeptur sowie deren Verfallsdaten. Zusätzlich bieten wir optionale Softwarelösungen für Beschaffung, Wareneingang und das Rework von Pressrückläufern.
Zur Verbesserung des Personen- und Umweltschutzes generiert unsere optionale GSE Hazard symbol printing Software automatisch international anerkannte Gefahrenkennzeichnungen für Transport und Lagerung von Farbmischungen.
Unsere Anlagen erfüllen strenge CE- und ATEX-Sicherheitsstandards. Für die Dosierung von Low-Migration-UV-Farben wurden langlebige Pumpen ausgewählt und spezielle Dosierventile entwickelt.
Im Rahmen unserer Serviceverträge führen wir Serviceeinsätze durch und erstellen Gefährdungsbeurteilungen sowie Arbeitsanweisungen zur sicheren Durchführung der Arbeiten.
Weiterführende Artikel auf dem InkConnection-Blog
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