
Pressemitteilung
GSE unterstützt brasilianische Verpackungsverarbeiter dabei, Farbdaten mit unterschiedlichen kundenspezifischen ERP-Systemen zu integrieren – für bessere Reaktionszeiten, Effizienz, Compliance und Planung.
Brummen, Niederlande, 18. März 2026: In einer zunehmend schnelllebigen und regulierten Lieferkette für Verpackungen und Etiketten spielen ERP-Systeme eine zentrale Rolle für eine effiziente und reibungslose Produktion. Durch die Integration von Daten über verschiedene Abteilungen hinweg liefern sie eine einheitliche Echtzeit-Informationsquelle für jede Phase des Fertigungszyklus. Das hilft, Datensilos zu beseitigen, manuelle Dateneingaben zu reduzieren und administrative Aufwände zu minimieren, die sonst kostspielig sein können.
Der Bedarf an präzisen, zugänglichen Daten ist gestiegen, da Verarbeiter mit höheren Auftragsmengen und engeren Fristen konfrontiert sind. Ob bei der Rückverfolgung von Materialien im Rahmen von Lebensmittelsicherheitsaudits oder bei der Abstimmung von Lagerbeständen auf schwankende und schwerer vorhersehbare Nachfrage – Echtzeit-Transparenz über alle Abläufe hinweg ist unverzichtbar geworden.
Trotzdem ist eine entscheidende Ressource häufig außerhalb des digitalen „Ökosystems“ von ERP geblieben: Druckfarben.
Die Herausforderungen bei der Nachverfolgung von Farbdaten
Im Flexo- und Tiefdruck, wo Sonderfarben широко eingesetzt werden, um Markenkonsistenz sicherzustellen, folgt die Druckfarbe einem nichtlinearen Weg durch die Produktion. Basisfarben und Lacke werden gemischt, um den gewünschten Farbton zu erzeugen, während nicht verbrauchte Farbe von der Druckmaschine ins Lager zurückgeführt und später für andere Aufträge wiederverwendet werden kann. Dieser zirkuläre Fluss macht es schwierig, Druckfarben allein mit herkömmlichen ERP-Systemen nachzuverfolgen.
Daher ist häufig spezialisierte Software erforderlich, um Druckfarben während ihres gesamten Lebenszyklus einzelnen Aufträgen, Rezepturen und Lagerbewegungen zuzuordnen.

Druckfarbe nimmt im Druckworkflow einen komplexen Weg: Zutaten werden gemischt, um Sonderfarben herzustellen, während Restmengen nach der Produktion wieder eingelagert werden, um später in neuen Aufträgen erneut verwendet zu werden.
Während einige Verarbeiter globale ERP-Plattformen wie SAP einsetzen, nutzen viele brasilianische Verpackungsunternehmen lokal entwickelte oder unternehmenseigene Systeme, die auf die komplexen fiskalischen, steuerlichen und betrieblichen Anforderungen des Landes zugeschnitten sind. Diese Vielfalt wirft eine praktische Frage auf: Wie kann spezialisierte Produktionssoftware effektiv mit so unterschiedlichen Infrastrukturen integriert werden?
Die strategische Bedeutung der Sichtbarkeit von Farbdaten
„Für viele Verarbeiter wird Farb-Logistik noch immer in erster Linie als Dosierfunktion betrachtet“, sagt Maarten Hummelen, Marketing Director bei GSE. „Doch in der heutigen schnell reagierenden Fertigungsumgebung sind Farbdaten deutlich strategischer geworden. Echtzeit-Einblicke in Farbverbrauch, Lagerbestände, Rezepturanpassungen, Rückführungen von der Druckmaschine und Auftragskosten können Einkaufsentscheidungen, Nachhaltigkeitsberichte, Compliance und die langfristige Planung unterstützen.“
In einer zunehmend regulierten und datengetriebenen Lieferkette wird die Integration von Farbdaten in ERP-Systeme zu einem wesentlichen Wettbewerbsfaktor.
Integrationsherausforderungen überwinden
Auf Basis seiner weltweiten Erfahrung hat GSE Dispensing einen flexiblen Integrationsansatz entwickelt, mit dem sich die GSE Ink manager Software sowohl mit internationalen ERP-Plattformen als auch mit maßgeschneiderten Systemen verbinden lässt, die in Brasilien häufig im Einsatz sind.
Bei mehreren Installationen in Brasilien erforderte die Integration eine enge Zusammenarbeit zwischen den IT-Teams der Verarbeiter und den GSE-Spezialisten in den Niederlanden. Zu den praktischen Herausforderungen gehörten teilweise die Abstimmung von Datenstrukturen zwischen Legacy- oder eigenentwickelten ERP-Systemen und moderner Farbmanagement-Software, die Integration manueller Produktionsverfolgung in digitale Workflows sowie die Einrichtung zuverlässiger Kommunikationsprotokolle vor der Inbetriebnahme des Systems.
Die Unterstützung durch das GSE-Headquarter-Team war entscheidend für die Lösung dieser Aufgaben. Anstatt von Verarbeitern zu verlangen, ihre ERP-Plattformen anzupassen, bestand das Ziel darin, sicherzustellen, dass sich die Farbmanagement-Software nahtlos in die bestehende Umgebung des Verarbeiters integrieren lässt. Dafür entwickelte GSE ein Standardprotokoll mit drei vordefinierten Formaten, aus denen die passende Schnittstelle und der entsprechende Workflow konfiguriert werden können. Das Ergebnis ist das GSE MIS connect Modul, das optional innerhalb der GSE Ink manager Software Suite verfügbar ist.

GSE MIS connect integriert sich mit einer wachsenden Zahl von ERP-Systemen, die weltweit von Verpackungs- und Etikettenverarbeitern eingesetzt werden.
Bediener auf digitale Workflows vorbereiten
Integration ist nicht nur eine technische Aufgabe, sondern auch ein betrieblicher Wandel.
In einigen Projekten stellte GSE Stand-alone- oder manuelle Versionen seiner Software bereit, während Kunden auf neue integrierte Hardware warteten. So konnten Bediener die Produktion fortsetzen und sich gleichzeitig mit den neuen digitalen Workflows vertraut machen.
Teams konnten Prozesse testen, Sicherheit gewinnen und ihre Fähigkeiten verfeinern, bevor das vollständig integrierte System in Betrieb ging. Dadurch wurde das Fehlerrisiko während der Implementierung reduziert.
Vom Dosieren zur Datenintelligenz
Nach der Integration verwandelt Farbmanagement-Software das Dosieren von einer mechanischen Aufgabe in eine Quelle wertvoller Produktionsintelligenz.
Das Teilen von Farbdaten zwischen Abteilungen oder sogar mehreren Standorten bringt eine Reihe betrieblicher Vorteile mit sich, darunter:
- schnellere Reaktionen auf veränderte Produktionsanforderungen
- bessere Abstimmung der Lagerbestände auf den Verbrauch
- mehr Transparenz bei den Farbkosten pro Auftrag und
- verbesserte Einhaltung zunehmend strenger Umwelt- und Sicherheitsvorschriften.
„In der heutigen Wertschöpfungskette von Verpackungen geht es bei der Farb-Logistik nicht nur ums Dosieren“, sagt Herr Hummelen. „Wenn Farbmanagement-Software mit ERP-Systemen integriert ist, erhalten Verarbeiter Echtzeit-Einblicke, die die betriebliche Steuerung, Nachhaltigkeitsberichterstattung und Kostentransparenz stärken.“
Erleben Sie die nahtlose Farb-Logistik von GSE auf der ExpoPrint / ConverFlexo 2026
Verarbeiter, die diese Möglichkeiten näher kennenlernen möchten, können die Lösungen von GSE auf der ExpoPrint & ConverFlexo 2026 sehen, die vom 24. bis 28. März im Expo Center Norte in São Paulo stattfindet.
Gemeinsam mit dem brasilianischen Vertriebspartner RLG präsentieren wir unsere modularen gravimetrischen Colorsat-Farbdosiersysteme und die GSE Ink manager Software Suite sowie Augmented-Reality-Tools, mit denen Besucher visualisieren können, wie automatisiertes Dosieren und integrierte Software in einen vollständigen Farbworkflow passen.
Maarten hält außerdem im Rahmen des Sustainability and Graphic Intelligence Congress, der während der Messe stattfindet, am Mittwoch, den 25. März, um 18:30 Uhr einen Vortrag über Lean- und Smart-Ink-Management für den Etikettendruck.
ÜBER GSE
GSE (www.gsedispensing.com) liefert robuste, schnelle und intelligente Dosieranlagen, Software und Dienstleistungen, um tintenbedingte Abfälle im Druckworkflow zu minimieren. Mit 50 Jahren Branchenerfahrung verfügt das Unternehmen weltweit über eine installierte Basis von 2.300 Systemen. Der Firmensitz befindet sich in Brummen, Niederlande.
MEDIENKONTAKTE:
GSE: Maarten Hummelen, Tel.: +31 (0)575 568080; Fax: +31 (0)575 – 568090; E-Mail: info@gsedispensing.com Web: www.gsedispensing.com
Agency: Adrian Tippetts, Tel.: +44 (0)7799 14 18 42; E-Mail: adrian@adriantippetts.com

