Im Papier- und Kartondruck sind Effizienz, Konsistenz und Nachhaltigkeit entscheidend. Eine oft übersehene Möglichkeit, alle drei Aspekte zu verbessern, findet sich im scheinbar einfachen 20-Liter-Polypropylen-(PP)-Tinteneimer. Diese Behälter, die üblicherweise zur Lagerung wasserbasierter Tinten verwendet werden, können entweder ein kostenintensiver Abfallposten oder ein wertvolles, wiederverwendbares Betriebsmittel sein – je nachdem, wie man mit ihnen umgeht.
In diesem Artikel zeigen wir, warum die Reinigung dieser Eimer mehr ist als nur gute Betriebshygiene: Sie ist eine kluge unternehmerische Entscheidung.
Die versteckten Kosten verschmutzter Eimer
Obwohl leere Eimer in der Regel nicht als gefährlicher Abfall eingestuft werden, können Tintenrückstände sie zu Sonderabfall machen – mit entsprechend höheren Entsorgungskosten. Dies ist besonders relevant bei der Verwendung vorgemischter Tinten, gilt aber umso mehr, wenn Farben mithilfe eines Tintendosiersystems selbst gemischt werden oder wenn CMYK- bzw. Extended-Gamut-Tinten aus Großgebinden in 20-Liter-Eimer abgefüllt werden.
Wasserbasierte Tinten trocknen im Eimer aus und bilden verhärtete Partikel an Wänden und Boden. Werden solche Eimer ohne gründliche Reinigung wiederverwendet, können diese Partikel frische Tinte verunreinigen und zu Fehlern im Druckprozess führen.
Ein weiteres Problem ist die mikrobielle Kontamination. Wasserbasierte Tinten sind sehr anfällig für Schimmel und Bakterien. Verschmutzte Behälter bieten hierfür ideale Bedingungen und gefährden sowohl die Druckqualität als auch – insbesondere bei Lebensmittelverpackungen – die Einhaltung von Lebensmittelsicherheitsanforderungen.
Wiederverwenden und reduzieren: warum sich Reinigen auszahlt
Ein neuer PP-Eimer kostet in Europa etwa 5 €. Für mittelgroße Druckereien mit einem jährlichen Tintenverbrauch von 150 Tonnen und einer durchschnittlichen Dosiercharge von 15 kg ergibt das rund 10.000 Eimer pro Jahr. Durch Reinigung und Wiederverwendung lassen sich sowohl die Beschaffungskosten als auch das Abfallvolumen deutlich reduzieren.
Manuelle Reinigung
Viele Druckereien setzen noch immer auf manuelle Reinigung: Zwei Schläuche – einer mit Wasser und Reinigungsmittel (Verhältnis 30:1), der andere mit klarem Wasser – werden verwendet, um die Eimer auszuspülen, einzuweichen und anschließend zu schrubben. Deckel werden meist separat in Wannen gereinigt. Wasserbasierte Tinten trocknen irreversibel, weshalb jeder leere Eimer möglichst schnell gereinigt werden sollte. In der Praxis sammeln Bediener jedoch häufig zunächst mehrere Eimer, bevor sie mit der Reinigung beginnen, was das Risiko eingetrockneter Tinte erhöht.
Selbst bei leichter Verschmutzung dauert dieser Prozess mindestens vier Minuten pro Eimer. Bei hartnäckigen oder eingetrockneten Rückständen kann es deutlich länger dauern. Neben dem Zeit- und Arbeitsaufwand variiert die Qualität der manuellen Reinigung je nach Bediener, was sie weniger zuverlässig und wasserintensiv macht.
Zudem ist es in einer Branche mit zunehmendem Fachkräftemangel keine optimale Nutzung qualifizierten Personals, wenn Bediener Eimer manuell reinigen müssen.
Automatische Reinigung
Automatische Eimerwaschanlagen mit rotierenden Bürsten bieten eine schnellere und konsistentere Lösung. Diese Maschinen nutzen Hochdruckwasser und Reinigungsmittel, um Innen- und Außenflächen gründlich zu reinigen. Während des Reinigungsprozesses wird der Eimer rotiert, um eine maximale Reinigungswirkung zu erzielen.
Ein Reinigungszyklus dauert etwa zwei Minuten, wobei der Bediener nur wenige Sekunden zum Beladen und Starten der Maschine benötigt. Einige Anlagen sind zusätzlich mit einer Dosieranlage für Reinigungsmittel ausgestattet, um noch bessere Reinigungsergebnisse zu erzielen.
Ergänzung durch ein Wassersparsystem: Nachhaltigkeit in der Praxis
Automatische Waschanlagen können mit einem optionalen Wassersparsystem inklusive Filtern ausgestattet werden, das den Wasserverbrauch um bis zu 80 % reduziert – von 30 Litern auf nur noch sechs Liter pro Zyklus. Das System arbeitet in drei Phasen:
- Erstspülung mit Reinigungsmittel (verschmutztes Wasser wird verworfen)
- Waschgang mit recyceltem und gefiltertem Wasser (Rückführung in den Speichertank)
- Endspülung mit Frischwasser (fließt zurück in den Tank)
Das hat einen erheblichen Effekt. Die Reinigung von 10.000 Eimern pro Jahr mit Wassersparsystem spart rund 240 m³ Wasser – das entspricht dem jährlichen Wasserverbrauch von mehr als zwei durchschnittlichen niederländischen Haushalten.
Und da die weltweiten Wasserpreise stark steigen – allein in diesem Jahr um fast 10 % – ist die Reduzierung des Verbrauchs nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich geboten.
Abwasser: lassen Sie es nicht Ihr Budget wegspülen
Ohne eine eigene Wasseraufbereitungsanlage kann die Entsorgung von verschmutztem Waschwasser teuer und rechtlich sensibel sein. In den Niederlanden ist es beispielsweise nicht zulässig, tintenhaltiges Abwasser in das Kanalnetz einzuleiten; es muss gesammelt und als Industrieabfall behandelt werden. Umso mehr spricht dies dafür, weniger Wasser zu verbrauchen – und mehr zu filtern.
| Manual | Automatic, no water saver | Automatic, with water saver | |
|---|---|---|---|
| Water consumption per bucket (L) | 10 | 30 | 6 |
| Cycle time per bucket | 4 min | 2 min | 2 min |
| Handling time per bucket | 4 min | 0.5 min | 0.5 min |
Jährliche Berechnung
| Manual | Automatic, no water saver | Automatic, with water saver | |
|---|---|---|---|
| Number of buckets | 10.000 | 10.000 | 10.000 |
| Total water consumption (L) | 100.000 | 300.000 | 60.000 |
| Water price (€ per m³) | 2.6 | 2.6 | 2.6 |
| Fresh water cost (€) | €260 | €780 | €156 |
| Pollution unit /100 m³ | 10 | 10 | 10 |
| Price per pollution unit | €80 | €80 | €80 |
| Wastewater disposal (€) | €1.000 | €3.000 | €600 |
| Energy consumption per bucket (kWh) | 0 | 0.1 | 0.1 |
| Total energy consumption (kWh) | 0 | 1.000 | 1.000 |
| Total energy cost (€) | €0 | €130 | €130 |
| Operator time (hours) | 667 | 83 | 83 |
| Operator cost (€) | €15.333 | €1.917 | €1.917 |
| Total operating cost (€) | €16.593 | €5.827 | €2.803 |
Diese Tabellen zeigen, dass automatische Eimerreinigung erhebliche Zeit- und Kosteneinsparungen ermöglichen kann. Bitte beachten Sie, dass die berechneten Kosteneinsparungen auf Wasser-, Strom- und Lohnkosten in den Niederlanden basieren und je nach Region variieren können.
Amortisationszeit
Unter Berücksichtigung von Arbeits-, Wasser- und Entsorgungskosten amortisiert sich eine Eimerwaschanlage in der Regel innerhalb von etwa zwei Jahren, basierend auf den oben genannten Kennzahlen. Mit einem Wassersparsystem ist ein ROI ebenfalls innerhalb von zwei Jahren erreichbar. Danach entstehen ausschließlich Einsparungen. Diese Zahlen basieren auf Kosten aus dem Jahr 2025 – doch wenn ein zunehmend volatiles Klima das Risiko und die Schwere von Wasserknappheit erhöht, werden solche Investitionen eher zur Notwendigkeit als zu einer Frage der Rentabilität.
Fazit
Saubere Eimer sind nicht nur sauberer – sie sind smarter. Durch Investitionen in automatische Eimerreinigung verbessern Sie die Druckqualität, senken Kosten, reduzieren Abfall und unterstützen die Einhaltung von Lebensmittelsicherheitsanforderungen.
In Zeiten steigenden Umweltdrucks und wachsender Betriebskosten ist das ein Gewinn auf ganzer Linie.
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