In unserem ersten Blog über Kreislaufwirtschaft (Refurbish or replace? How dispensing valve remanufacturing reduces carbon footprint in packaging printing – GSE Dispensing) haben wir erläutert, wie Überholung, Upgrades und Wiederverwendung dazu beitragen, die Lebensdauer von Farbdosieranlagen zu verlängern.
Während des Lebenszyklus kommt es häufig zu Farbwechseln, etwa durch Lieferantenwechsel, neue Spezifikationen oder Compliance-Anforderungen. Auch wenn dies zunächst einfach erscheint, hängt die praktische Auswirkung davon ab, was genau geändert wird und wie das Dosiersystem aufgebaut ist. Dieser Blog behandelt diese Aspekte.
Ein häufiger Ausgangspunkt: Lieferantenwechsel bei gleichem Farbtyp
Eines der häufigsten Szenarien ist ein Lieferantenwechsel, während derselbe Farbtyp beibehalten wird. Ein Verarbeiter kann weiterhin UV-härtende, wasserbasierte oder lösemittelbasierte Farben einsetzen, diese jedoch von einem neuen Lieferanten beziehen, beispielsweise nach Ablauf eines Liefervertrags. In den meisten Fällen verhält sich die neue Farbe anders. Farbstärke, Viskosität, chemische Zusammensetzung und Fließeigenschaften können variieren und das Ergebnis beeinflussen. Diese Unterschiede lassen sich in der Regel wirksam beherrschen, indem aktualisierte Farbrezepturen angepasst oder neu geladen werden und nach dem Farbwechsel eine umfassende Kalibrierung durchgeführt wird Calibration and control of measuring devices – GSE Dispensing
Auch die Maschine muss vorbereitet werden. Bevor die neue Farbe eingeführt wird, muss das System gründlich mit einer Reinigungslösung oder transparentem Weiß gespült werden, wie von Ihrem Farblieferanten empfohlen, um sicherzustellen, dass Pumpen, Schläuche und Ventile von der vorherigen Farbe befreit sind. Da der Wechsel innerhalb desselben Farbtyps erfolgt, können Verarbeiter einen großen Teil dieser Vorbereitung in der Regel selbst durchführen.
Wenn UV-Wechsel besondere Aufmerksamkeit erfordern
Der Wechsel von Standard-UV zu LED erfordert ähnliche Vorbereitungen wie ein Wechsel des Farblieferanten.
Eine sensiblere Umstellung ist der Wechsel von Standard-UV-Farbe zu Low-Migration-Farben Hazard analysis and risk management in packaging printing – GSE Dispensing. Diese Farben verwenden Rohstoffe und chemische Zusammensetzungen mit höherem Molekulargewicht, die Migration verhindern. Diese Farbbestandteile können den Einbau spezieller Ventile erforderlich machen, um eine einwandfreie Dosierleistung sicherzustellen.
Ein deutlich größerer Schritt ist der Wechsel von wasserbasierter Farbe zu UV-Farbe. In vielen wasserbasierten Systemen sind Pumpen und Schläuche transparent, was für wasserbasierte Anwendungen akzeptabel ist. Bei UV-Farben kann Lichteinwirkung jedoch dazu führen, dass die Farbe im System aushärtet. Das bedeutet, dass diese Komponenten möglicherweise durch UV-geeignete Hardware wie Pumpen und Schläuche ersetzt werden müssen. Aufgrund des Umfangs der Änderungen erfordert diese Art der Umrüstung in der Regel die Einbindung des Anlagenlieferanten und sollte sorgfältig geplant werden, da es zu Maschinenstillstand kommen kann.
Die technischen Grenzen kennen
Es gibt bestimmte Einschränkungen, die berücksichtigt werden müssen. Der Wechsel von lösemittelbasierter Farbe zu wasserbasierter Farbe ist im Allgemeinen möglich, da Maschinen, die für Lösemittel ausgelegt sind, auch wasserbasierte Farben problemlos verwenden können. Mehr über den Wechsel von lösemittelbasierter zu wasserbasierter Farbdosierung erfahren Sie in unserem Blog Automate your ink logistics for sustainable packaging!.
Modulare Dosiersysteme wie der Colorsat Compact können auf bis zu 34 Basiskomponenten erweitert werden, sodass zwei verschiedene Farbsets gleichzeitig verarbeitet werden können. Diese Funktion erleichtert den Übergang von lösemittelbasierten zu wasserbasierten Farben, während vorhandene Bestände effizient aufgebraucht und Abfälle minimiert werden.
Umgekehrt sieht es anders aus. Der Wechsel von wasserbasierter zu lösemittelbasierter Farbe ist als normale Umrüstung nicht realisierbar, da Lösemittelsysteme explosionsgeschützt und ordnungsgemäß geerdet sein müssen. In der Praxis bedeutet dies, dass die Maschine so umfangreiche Änderungen erfordern würde, dass sie eher einer anderen Maschine als einem einfachen Upgrade entspricht.
Ihr Farbdosiersystem für reibungslose Wechsel anpassen
Ein Wechsel von Farbe oder Lieferant bedeutet nicht, dass eine Maschine veraltet ist. Viele Dosiersysteme können durch Reinigung, Rezepturanpassungen, Kalibrierung oder den Austausch von Teilen an neue Produktionsanforderungen angepasst werden.
| From current situation | To target situation | Impact | Measures | Involvement equipment supplier |
|---|---|---|---|---|
| Old ink supplier | Same ink type (WB, SB, UV), new supplier | Low | Flush system, adjust/ import recipes, system calibration | Limited |
| Solvent-based | Water-based | Low | Same as above | Limited |
| Standard UV | LED | Low | Same as above | Limited |
| Standard UV | Low migration UV | Medium | Same as above and possible valve replacement | Recommended |
| Water-based Standard UV | UV | High | Replace transparent hoses and pumps, clean valves, system calibration | Required |
| Water-based | Solvent-based | Very high | Major hardware changes required or machine replacement | Required |
In diesem Sinne ist ein Farbwechsel nicht nur eine technische Hürde, sondern auch eine Gelegenheit zu prüfen, ob ein System auch künftig zuverlässig bleibt. Statt eine Maschine zu ersetzen, können Verarbeiter ihre Nutzungsdauer möglicherweise verlängern, indem sie die richtigen technischen Änderungen für die nächste Produktionsphase vornehmen.
Farbwechsel sind in vielen Situationen möglich, sollten jedoch nicht wie ein routinemäßiger Produktwechsel behandelt werden. Mit der richtigen Vorbereitung und Unterstützung lässt sich die Umstellung kontrolliert durchführen.
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